Sitz: Frankfurt am Main

Die Welt als Wille und Vorstellung. Call for Papers

Die Japanische Schopenhauer-Gesellschaft führt mit der Unterstützung der Japan Society for Promotion of Science (JSPS) ein Internationales Forschungsprojekts anlässlich des 200. Jubiläums von Die Welt als Wille und Vorstellung: Das neue Jahrhundert Schopenhauers durch, in dessen Rahmen mehrere Schopenhauer-Tagungen durchgeführt werden, Näheres dazu hier: http://schopenhauer.org/wwv200/

Die 2nd International Conference findet von 19. bis 22. Februar 2019 in Kyoto unter dem Motto „Die Welt als Wille und Vorstellung neu lesen“ (Gesamtkonzeption, Hauptthemen und Schopenhauer und „das Morgenland“) statt.
Der Call for Papers läuft bis 15. Oktober 2018.

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Schopenhauer und der „romantische“ Goethe

„Sonderführungen im Goethe-Museum und Goethehaus“ 2018

Schopenhauer und der „romantische“ Goethe

Goethes späte Äußerung „Das Klassische nenne ich das Gesunde, und das Romantische das Kranke“ im Gespräch mit Eckermann vom 2.4.1829 wird immer wieder wie ein Dogma zitiert, um alles angeblich Romantische abzuwerten und das Klassische – was immer das sein mag – als ein Ideal hervorzuheben. Die Sonderführungen des Jahres 2018 haben zum Ziel, das Romantische in seinen verschiedensten Ausprägungen als gemeinsamen Hintergrund sowohl für das Spätwerk Goethes wie auch das Hauptwerk des jungen Philosophen anhand von Beispielen aus der bildenden Kunst deutlich zu machen. Welche Affinitäten lassen die ganz unterschiedlichen, zum Teil überdeutlichen  Abgrenzungsversuche erkennen? Themen sind die romantische Naturphilosophie, die gemeinsame Verehrung der weltliterarischen Gestalten Shakespeare und Calderon, die Orientierung an einem Morgenland, das von Persien über Indien bis nach China reichte und die „romantische“ Musik-Begeisterung, die Schopenhauer im 3. Buch seines Hauptwerks „Die Welt als Wille und Vorstellung“ (1819) zum Ausdruck bringt und Goethe zu einer Tonlehre angeregt hat, die der „Farbenlehre“ an die Seite gestellt werden sollte.

6 Termine und Themen:

  • Die „naive“, „sentimentalische“ und „romantische“ Natur NEU 4.3.2018
  • Ansätze zu einer „Ästhetik des Häßlichen“ bei Goethe und Schopenhauer 15.4.2018
  • Shakespeare und Calderon als Weltliteraten und romantische Europäer 6.2018
  • Licht und Dunkel aus dem Nahen und dem Fernen Osten 16.9.2018
  • Allianzen und Fehden: Romantische Freunde und Feinde Goethes und Schopenhauers 14.10.2018
  • Klang- und Denkräume: Einblicke in das Herz der Dinge 16.12.2018

Mathematics, Logic and Language in Schopenhauer

Mathematics, Logic and Language in Schopenhauer / Mathematik, Logik und Sprache bei Schopenhauer.
Tagung vom 7. bis 8. Dezember 2017 an der Fernuniversität Hagen, organisiert von Jens Lemanski.

Die Tagung mit Vorträgen auf Deutsch und Englisch wird von dem zunehmenden Interesse an der Logik, Mathematik und Sprachphilosophie Schopenhauers motiviert. Bis vor wenigen Jahren war kaum bekannt, dass Schopenhauer sich intensiv mit mathematischen Beweisverfahren, Logikdiagrammen und mit Problemen der modernen Semantik beschäftigt hat.

Sowohl die Fokussierung auf die Begriffslehre, Hermeneutik und Euler-Diagramme in Schopenhauers Hauptwerken und Vorlesungen als auch deren Verknüpfung mit modernen Forschungsbereichen wie bspw. der proof without words Bewegung, diagrammatic reasoning oder kontextuelle Semantik haben in den letzten Jahren die Aktualität vieler Ideen Schopenhauers gezeigt.

Veranstaltungsprogramm | Beitrag zur Tagung

„Unser inneres Ausland“ – Das Unbewußte bei Schopenhauer, Nietzsche und Freud

Dr. Jutta Georg (Frankfurt a.M.):
„Unser inneres Ausland“ – Das Unbewußte bei Schopenhauer, Nietzsche und Freud 

Philosophiegeschichtlich betrachtet, vollzog Schopenhauer eine Wende sowohl vom Rationalen zum Irrationalen als auch vom Geist zum Leib. Seine Willensmetaphysik, welche die unbewussten Dynamiken fokussiert, kann als grundstürzende Wende im Denken des 19. Jahrhunderts angesehen werden.

Obwohl sich Freud ausdrücklich auf Schopenhauer als Vorläufer seiner Triebkonzeption bezieht, muss hier auch Nietzsche mit seiner Leibphilosophie, den Topoi des „Willens zur Macht“ und des Dionysischen genannt werden. Freud hat dann im Instanzenmodell des psychischen Apparats und der dualen Triebkonzeption eine Theorie unseres „inneren Auslands“ in die These münden lassen: „Das Ich ist nicht Herr im eigenen Haus.“

Zur Person der Referentin:
Studium der Philosophie, Politik, Germanistik und Klassischer Bühnentanz. Referatsleiterin der Hessischen Landesregierung und Dramaturgin der Oper Frankfurt. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, namentlich im Bereich der Nietzscheforschung

Sonderführungen im Goethe-Museum 2017

Sonderführungen im Goethe-Museum 2017

„Das Land der Römer mit der Seele suchend…“ – Goethe und Schopenhauer in Italien.

Für Goethe, den „Dichter der Deutschen“, wie für den jungen Schopenhauer, war Italien das Ziel ihrer Reisen und Träume. Goethe hatte dem Denker die Erfahrung Italiens voraus. Seine ›Hegire‹ im Jahr 1787 trug den  Charakter einer Flucht aus den als unerträglich empfundenen Weimarer Verhältnissen.

Schopenhauer machte sich umgehend nach Abschluß seines Hauptwerks Ende 1818 daran, das Sehnsuchts­land der Deutschen zu besuchen, das seine Eltern auf der grand tour von 1803 und 1804 ausgespart hatten. Die Erfahrung Italiens verwandelte und verband beide; der erste Besuch nach seiner Rückkehr führte Schopenhauer in das Haus am Frauenplan. – Die thematischen Führungen gehen von Exponaten des Goethe-Museums und des Goethe-Hauses aus (jeweils Sonntag, um 11.00 Uhr)

  • Weimar und Aufbruch – Hegire in das Sehnsuchtsland 12.2.2017
  • Venedig –  Epigramme und  „Die Welt im Kopf“  16.4.2017
  • Florenz – Wiedergeburten in der Kunst-Metropole 18.6.2017
  • Rom – Erfüllte Augenblicke in der ewigen Stadt 17.9.2017
  • Neapel – Mit Platon auf vulkanischem Boden 15.10.2017
  • Palermo und Rückkehr – Vom sizilianischen Zauberer und dem bleibenden Zauber Italiens 17.12.2017

N.B.: Sämtliche Termine und Themen finden sich auch im Jahresprogramm des Freien Deutschen Hochstifts auf S. 45. Link zum Programmheft

Seitenkonkordanz

Seitenkonkordanz

Stefan Kirschke von der Universität Greifswald hat einen Seitenvergleich aller deutschsprachigen Werk- bzw. Gesamtausgaben Schopenhauers, inkl. der Ausgaben der Reisetagebücher und Vorlesungen, erstellt, den er freundlicherweise auf der Homepage der Schopenhauer-Gesellschaft zur Verfügung stellt.

Die Seitenkonkordanzen werden ergänzt durch eine kommentierte Kurzbibliographie und einen Abriss der Editionsgeschichte zum Werk Schopenhauers. Der Vorstand dankt Herrn Kirschke herzlich für die gute Kooperation!.

 

 

Spicilegia

Spicilegia. Philosophische Notizen aus dem Nachlass.
Von Arthur Schopenhauer. Herausgegeben von Ernst Ziegler. Mit einem Vorwort von Thomas Regehly. Unter Mitarbeit von Anke Brumloop und Manfred Wagner
Rund 800 S.: mit 12 Abbildungen. In Leinen. ISBN 978-3-406-67114-2
Erscheint am 10. März 2015

Fortsetzung

 

Spicilegia

Spicilegia

Der Titel stammt von Schopenhauer selbst und bedeutet „Ährenlese”. Es handelt sich in der Tat um die Ernte, die für die entscheidenden Frankfurter Jahre eingefahren werden konnte. So nah, unzensiert und ungeschützt wurden die Texte vorher noch nie präsentiert.

Endlich wird das Netz der Bezüge sichtbar, das aus sämtlichen vorhandenen Manuskripten, Randbemerkungen zu eigenen Werken, Glossen zu Büchern anderer Autoren usw. besteht – ein veritabler Textkontinent, aus dem die gedruckten Werke wie Eisberge herausragen. Die vollständige Wiedergabe der überlieferten Manuskripte bietet damit die einzigartige Chance, Schopenhauer bei der „Arbeit des Denkens“ über die Schulter zu schauen. Denn „hier ist Schopenhauers Denken in einem anderen Aggregatzustand greifbar: als suchende und existentiell engagierte Denkbewegung, die noch nicht im konstruktiven System geschlichtet und besänftigt ist“ (Rüdiger Safranski).

Spicilegia. Philosophische Notizen aus dem Nachlass.
Von Arthur Schopenhauer.
Herausgegeben von Ernst Ziegler. Mit einem Vorwort von Thomas Regehly.
Unter Mitarbeit von Anke Brumloop und Manfred Wagner
Rund 800 S.: mit 12 Abbildungen. In Leinen. ISBN 978-3-406-67114-2
Erscheint am 10. März 2015

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