Sitz: Frankfurt am Main

Einträge von nole

Schopenhauer und die Revolution 1848

Schopenhauer gilt für die einen als Reaktionär, andere meinen, er hätte die Philosophie revolutioniert. Von seiner Wohnung in der Schönen Aussicht konnte er die Septemberunruhen des Jahres 1848 unmittelbar verfolgen. Auf der Alten Brücke wurden Barrikaden gebaut, es gab Schießereien und Straßenkämpfe. Zwei Abgeordnete der Nationalversammlung wurden angeblich brutal ermordet. Wie kam es zu dem Volksaufstand, wogegen richtete er sich und was erinnert heute noch an diese Unruhen?

Der Spaziergang führt von der Alten Brücke an einige Stationen dieser ganz besonderen Frankfurter Geschichte. 

Veranstalter: Schopenhauer-Gesellschaft und KunstGesellschaft

“Das Kind, das in den Brunnen fällt“ – Schopenhauers Mitleidsethik und die chinesische Philosophie

Dr. Thomas Regehly (Offenbach a.M.):
“Das Kind, das in den Brunnen fällt“ – Schopenhauers Mitleidsethik und die chinesische Philosophie

Schopenhauers Philosophie ist eine eminent praktische Philosophie. Seine Schrift über das „Fundament der Moral“ (1841) versucht nachzuweisen, daß ethisches Verhalten nicht durch Verbote und Pflichten herbeigeführt werden kann, sondern ein ganz anderes Fundament benötigt. Die Lehre des chinesischen Philosophen Mengtse spielt in dem Zusammenhang seiner Neubegründung der Ethik eine wichtige Rolle. Das berühmte Beispiel vom Kind, das in den Brunnen zu fallen droht, zeigt angeblich, daß „gegenseitige Hilfe“ nicht diktiert werden kann, sondern „Mitgefühl“ voraussetzt, dessen Relevanz Schopenhauer im Einklang mit Mengtse erläutert.

Thomas Regehly ist Archivar der Schopenhauer-Gesellschaft und Leiter des Denkraums. Schwerpunkte seiner Arbeit sind Aristoteles, Schopenhauer, Heidegger und W. Benjamin sowie Fragen der philosophischen und literarischen Hermeneutik.

Veranstalter: Schopenhauer-Gesellschaft e.V., Klosterpresse

24. Weltkongress der Philosophie

 

Die Welt als Wille und Vorstellung. Call for Papers

Die Japanische Schopenhauer-Gesellschaft führt mit der Unterstützung der Japan Society for Promotion of Science (JSPS) ein Internationales Forschungsprojekts anlässlich des 200. Jubiläums von Die Welt als Wille und Vorstellung: Das neue Jahrhundert Schopenhauers durch, in dessen Rahmen mehrere Schopenhauer-Tagungen durchgeführt werden, Näheres dazu hier: http://schopenhauer.org/wwv200/

Die 2nd International Conference findet von 19. bis 22. Februar 2019 in Kyoto unter dem Motto „Die Welt als Wille und Vorstellung neu lesen“ (Gesamtkonzeption, Hauptthemen und Schopenhauer und „das Morgenland“) statt.
Der Call for Papers läuft bis 15. Oktober 2018.

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VII

Kongress 24.-26. Oktober 2018 in Madrid

Im Jubiläumsjahr des Schopenhauerschen Hauptwerkes „Die Welt als Wille und Vorstellung“ richtet die Sociedad de Estudos en Espanol sobre Schopenhauer (SEES) einen internationalen Kongress aus, der von 24.-26. Oktober 2018 an der Universidad Complutense Madrid stattfinden wird. Einreichungen sind bis 30. Juni 2018 möglich. Weiterlesen…

https://sociedadschopenhauer.com/2017/09/29/call-for-papers-congreso-internacional-sobre-schopenhauer/

„Luther war ein großer Mann …“ – Arthur Schopenhauer und Martin Luther

Obwohl Luther und Schopenhauer in entgegengesetzter Richtung zur neuzeitlichen Aufklärung stehen, der erste zu Beginn, der zweite am Übergang zur Moderne, finden sich auffällige Übereinstimmungen bei beiden Denkern: die kritische Einstellung gegenüber der Vernunft, die Ablehnung einer präskriptiven Ethik, die Überzeugung von der schlechten Natur des Menschen und die Ablehnung der Willensfreiheit, um nur einige zu nennen. Es gibt also eine Reihe von interessanten Fragen, die das Verhältnis zwischen dem Theologen Luther und dem Philosophen Schopenhauer aufwirft; um ihnen nachzugehen, veranstaltet die Schopenhauer-Gesellschaft in Kooperation mit dem Erbacher Hof in Mainz am 10. und 11. November die Tagung „Luther war ein großer Mann …“ – Arthur Schopenhauer und Martin Luther.
Die Veranstaltung ist dem Gedenken Rudolf Malters gewidmet, der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag begangen hätte.

Tagung 10./11. November 2017 in Mainz.

Schopenhauer und der „romantische“ Goethe

„Sonderführungen im Goethe-Museum und Goethehaus“ 2018

Schopenhauer und der „romantische“ Goethe

Goethes späte Äußerung „Das Klassische nenne ich das Gesunde, und das Romantische das Kranke“ im Gespräch mit Eckermann vom 2.4.1829 wird immer wieder wie ein Dogma zitiert, um alles angeblich Romantische abzuwerten und das Klassische – was immer das sein mag – als ein Ideal hervorzuheben. Die Sonderführungen des Jahres 2018 haben zum Ziel, das Romantische in seinen verschiedensten Ausprägungen als gemeinsamen Hintergrund sowohl für das Spätwerk Goethes wie auch das Hauptwerk des jungen Philosophen anhand von Beispielen aus der bildenden Kunst deutlich zu machen. Welche Affinitäten lassen die ganz unterschiedlichen, zum Teil überdeutlichen  Abgrenzungsversuche erkennen? Themen sind die romantische Naturphilosophie, die gemeinsame Verehrung der weltliterarischen Gestalten Shakespeare und Calderon, die Orientierung an einem Morgenland, das von Persien über Indien bis nach China reichte und die „romantische“ Musik-Begeisterung, die Schopenhauer im 3. Buch seines Hauptwerks „Die Welt als Wille und Vorstellung“ (1819) zum Ausdruck bringt und Goethe zu einer Tonlehre angeregt hat, die der „Farbenlehre“ an die Seite gestellt werden sollte.

6 Termine und Themen:

  • Die „naive“, „sentimentalische“ und „romantische“ Natur NEU 4.3.2018
  • Ansätze zu einer „Ästhetik des Häßlichen“ bei Goethe und Schopenhauer 15.4.2018
  • Shakespeare und Calderon als Weltliteraten und romantische Europäer 6.2018
  • Licht und Dunkel aus dem Nahen und dem Fernen Osten 16.9.2018
  • Allianzen und Fehden: Romantische Freunde und Feinde Goethes und Schopenhauers 14.10.2018
  • Klang- und Denkräume: Einblicke in das Herz der Dinge 16.12.2018

Mathematics, Logic and Language in Schopenhauer

Mathematics, Logic and Language in Schopenhauer / Mathematik, Logik und Sprache bei Schopenhauer.
Tagung vom 7. bis 8. Dezember 2017 an der Fernuniversität Hagen, organisiert von Jens Lemanski.

Die Tagung mit Vorträgen auf Deutsch und Englisch wird von dem zunehmenden Interesse an der Logik, Mathematik und Sprachphilosophie Schopenhauers motiviert. Bis vor wenigen Jahren war kaum bekannt, dass Schopenhauer sich intensiv mit mathematischen Beweisverfahren, Logikdiagrammen und mit Problemen der modernen Semantik beschäftigt hat.

Sowohl die Fokussierung auf die Begriffslehre, Hermeneutik und Euler-Diagramme in Schopenhauers Hauptwerken und Vorlesungen als auch deren Verknüpfung mit modernen Forschungsbereichen wie bspw. der proof without words Bewegung, diagrammatic reasoning oder kontextuelle Semantik haben in den letzten Jahren die Aktualität vieler Ideen Schopenhauers gezeigt.

Veranstaltungsprogramm | Beitrag zur Tagung

Wie Schopenhauer den Blues bekam

Im Jahr 2011 hatte bei der Jubiläumsveranstaltung zum 10-jährigen Bestehen der Schopenhauer-Forschungsstelle an der Universität Mainz die Blues-Band „Best Age“ für die musikalische Umrahmung mit einer Erläuterung des Bezugs der dargebotenen Stücke zu Schopenhauers Philosophie gesorgt. Bei dem einmaligen Auftritt hat sich eine Idee entwickelt, die jetzt, 6 Jahre später zu einem „beinahe philosophischen Konzert“ von Artie’s Blues Band geführt hat.

Auf dieses Konzert „Wie Schopenhauer den Blues bekam“, mit Erläuterungen zu Leben und Philosophie Schopenhauers, das  am 11. November um 20 Uhr in Eltville stattfindet, weisen wir gern hin.