Sitz: Frankfurt am Main

Einträge von nole

VII

Kongress 24.-26. Oktober 2018 in Madrid

Im Jubiläumsjahr des Schopenhauerschen Hauptwerkes „Die Welt als Wille und Vorstellung“ richtet die Sociedad de Estudos en Espanol sobre Schopenhauer (SEES) einen internationalen Kongress aus, der von 24.-26. Oktober 2018 an der Universidad Complutense Madrid stattfinden wird. Einreichungen sind bis 30. Juni 2018 möglich. Weiterlesen…

https://sociedadschopenhauer.com/2017/09/29/call-for-papers-congreso-internacional-sobre-schopenhauer/

„Luther war ein großer Mann …“ – Arthur Schopenhauer und Martin Luther

Obwohl Luther und Schopenhauer in entgegengesetzter Richtung zur neuzeitlichen Aufklärung stehen, der erste zu Beginn, der zweite am Übergang zur Moderne, finden sich auffällige Übereinstimmungen bei beiden Denkern: die kritische Einstellung gegenüber der Vernunft, die Ablehnung einer präskriptiven Ethik, die Überzeugung von der schlechten Natur des Menschen und die Ablehnung der Willensfreiheit, um nur einige zu nennen. Es gibt also eine Reihe von interessanten Fragen, die das Verhältnis zwischen dem Theologen Luther und dem Philosophen Schopenhauer aufwirft; um ihnen nachzugehen, veranstaltet die Schopenhauer-Gesellschaft in Kooperation mit dem Erbacher Hof in Mainz am 10. und 11. November die Tagung „Luther war ein großer Mann …“ – Arthur Schopenhauer und Martin Luther.
Die Veranstaltung ist dem Gedenken Rudolf Malters gewidmet, der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag begangen hätte.

Tagung 10./11. November 2017 in Mainz.

Schopenhauer und der „romantische“ Goethe

„Sonderführungen im Goethe-Museum und Goethehaus“ 2018

Schopenhauer und der „romantische“ Goethe

Goethes späte Äußerung „Das Klassische nenne ich das Gesunde, und das Romantische das Kranke“ im Gespräch mit Eckermann vom 2.4.1829 wird immer wieder wie ein Dogma zitiert, um alles angeblich Romantische abzuwerten und das Klassische – was immer das sein mag – als ein Ideal hervorzuheben. Die Sonderführungen des Jahres 2018 haben zum Ziel, das Romantische in seinen verschiedensten Ausprägungen als gemeinsamen Hintergrund sowohl für das Spätwerk Goethes wie auch das Hauptwerk des jungen Philosophen anhand von Beispielen aus der bildenden Kunst deutlich zu machen. Welche Affinitäten lassen die ganz unterschiedlichen, zum Teil überdeutlichen  Abgrenzungsversuche erkennen? Themen sind die romantische Naturphilosophie, die gemeinsame Verehrung der weltliterarischen Gestalten Shakespeare und Calderon, die Orientierung an einem Morgenland, das von Persien über Indien bis nach China reichte und die „romantische“ Musik-Begeisterung, die Schopenhauer im 3. Buch seines Hauptwerks „Die Welt als Wille und Vorstellung“ (1819) zum Ausdruck bringt und Goethe zu einer Tonlehre angeregt hat, die der „Farbenlehre“ an die Seite gestellt werden sollte.

6 Termine und Themen:

  • Die „naive“, „sentimentalische“ und „romantische“ Natur NEU 4.3.2018
  • Ansätze zu einer „Ästhetik des Häßlichen“ bei Goethe und Schopenhauer 15.4.2018
  • Shakespeare und Calderon als Weltliteraten und romantische Europäer 6.2018
  • Licht und Dunkel aus dem Nahen und dem Fernen Osten 16.9.2018
  • Allianzen und Fehden: Romantische Freunde und Feinde Goethes und Schopenhauers 14.10.2018
  • Klang- und Denkräume: Einblicke in das Herz der Dinge 16.12.2018

Mathematics, Logic and Language in Schopenhauer

Mathematics, Logic and Language in Schopenhauer / Mathematik, Logik und Sprache bei Schopenhauer.
Tagung vom 7. bis 8. Dezember 2017 an der Fernuniversität Hagen, organisiert von Jens Lemanski.

Die Tagung mit Vorträgen auf Deutsch und Englisch wird von dem zunehmenden Interesse an der Logik, Mathematik und Sprachphilosophie Schopenhauers motiviert. Bis vor wenigen Jahren war kaum bekannt, dass Schopenhauer sich intensiv mit mathematischen Beweisverfahren, Logikdiagrammen und mit Problemen der modernen Semantik beschäftigt hat.

Sowohl die Fokussierung auf die Begriffslehre, Hermeneutik und Euler-Diagramme in Schopenhauers Hauptwerken und Vorlesungen als auch deren Verknüpfung mit modernen Forschungsbereichen wie bspw. der proof without words Bewegung, diagrammatic reasoning oder kontextuelle Semantik haben in den letzten Jahren die Aktualität vieler Ideen Schopenhauers gezeigt.

Veranstaltungsprogramm | Beitrag zur Tagung

Wie Schopenhauer den Blues bekam

Im Jahr 2011 hatte bei der Jubiläumsveranstaltung zum 10-jährigen Bestehen der Schopenhauer-Forschungsstelle an der Universität Mainz die Blues-Band „Best Age“ für die musikalische Umrahmung mit einer Erläuterung des Bezugs der dargebotenen Stücke zu Schopenhauers Philosophie gesorgt. Bei dem einmaligen Auftritt hat sich eine Idee entwickelt, die jetzt, 6 Jahre später zu einem „beinahe philosophischen Konzert“ von Artie’s Blues Band geführt hat.

Auf dieses Konzert „Wie Schopenhauer den Blues bekam“, mit Erläuterungen zu Leben und Philosophie Schopenhauers, das  am 11. November um 20 Uhr in Eltville stattfindet, weisen wir gern hin.

„Unser inneres Ausland“ – Das Unbewußte bei Schopenhauer, Nietzsche und Freud

Dr. Jutta Georg (Frankfurt a.M.):
„Unser inneres Ausland“ – Das Unbewußte bei Schopenhauer, Nietzsche und Freud 

Philosophiegeschichtlich betrachtet, vollzog Schopenhauer eine Wende sowohl vom Rationalen zum Irrationalen als auch vom Geist zum Leib. Seine Willensmetaphysik, welche die unbewussten Dynamiken fokussiert, kann als grundstürzende Wende im Denken des 19. Jahrhunderts angesehen werden.

Obwohl sich Freud ausdrücklich auf Schopenhauer als Vorläufer seiner Triebkonzeption bezieht, muss hier auch Nietzsche mit seiner Leibphilosophie, den Topoi des „Willens zur Macht“ und des Dionysischen genannt werden. Freud hat dann im Instanzenmodell des psychischen Apparats und der dualen Triebkonzeption eine Theorie unseres „inneren Auslands“ in die These münden lassen: „Das Ich ist nicht Herr im eigenen Haus.“

Zur Person der Referentin:
Studium der Philosophie, Politik, Germanistik und Klassischer Bühnentanz. Referatsleiterin der Hessischen Landesregierung und Dramaturgin der Oper Frankfurt. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, namentlich im Bereich der Nietzscheforschung

„La vita e la bella“ – Schopenhauers venezianische Geliebte

Freitag
24. März 2017, 20.00 Uhr,
Ort: Klosterpresse, Paradiesgasse 10 (Frankfurt a.M. – Sachsenhausen)
Reihe „Schopenhauer und Italien“
Dr. Hanneke Heinemann (Frankfurt a.M.)
„La vita e la bella“ – Schopenhauers venezianische Geliebte

Die Kunsthistorikerin und Italienkennerin Dr. Hanneke Heinemann stellt Schopenhauers Geliebte Teresa Fuga vor, mit welcher der junge Philosoph in Venedig glückliche Tage verbracht hat. Diese Zeit findet sich hervorragend dargestellt in Christoph Poschenrieders Buch „Die Welt ist im Kopf“ (Zürich 2010) – nähere Hinweise, auch poetischer und musikalischer Art, bringt dieser Abend.

Veranstaltung in der Reihe „Schopenhauer und Italien“, die vom Ortsverein Frankfurt a.M. der Schopenhauer-Gesellschaft organisiert wird, in Kooperation mit der Klosterpresse (www.klosterpresse.de).

 

Sonderführungen im Goethe-Museum 2017

Sonderführungen im Goethe-Museum 2017

„Das Land der Römer mit der Seele suchend…“ – Goethe und Schopenhauer in Italien.

Für Goethe, den „Dichter der Deutschen“, wie für den jungen Schopenhauer, war Italien das Ziel ihrer Reisen und Träume. Goethe hatte dem Denker die Erfahrung Italiens voraus. Seine ›Hegire‹ im Jahr 1787 trug den  Charakter einer Flucht aus den als unerträglich empfundenen Weimarer Verhältnissen.

Schopenhauer machte sich umgehend nach Abschluß seines Hauptwerks Ende 1818 daran, das Sehnsuchts­land der Deutschen zu besuchen, das seine Eltern auf der grand tour von 1803 und 1804 ausgespart hatten. Die Erfahrung Italiens verwandelte und verband beide; der erste Besuch nach seiner Rückkehr führte Schopenhauer in das Haus am Frauenplan. – Die thematischen Führungen gehen von Exponaten des Goethe-Museums und des Goethe-Hauses aus (jeweils Sonntag, um 11.00 Uhr)

  • Weimar und Aufbruch – Hegire in das Sehnsuchtsland 12.2.2017
  • Venedig –  Epigramme und  „Die Welt im Kopf“  16.4.2017
  • Florenz – Wiedergeburten in der Kunst-Metropole 18.6.2017
  • Rom – Erfüllte Augenblicke in der ewigen Stadt 17.9.2017
  • Neapel – Mit Platon auf vulkanischem Boden 15.10.2017
  • Palermo und Rückkehr – Vom sizilianischen Zauberer und dem bleibenden Zauber Italiens 17.12.2017

N.B.: Sämtliche Termine und Themen finden sich auch im Jahresprogramm des Freien Deutschen Hochstifts auf S. 45. Link zum Programmheft

Bilder zu Schopenhauer