Sitz: Frankfurt am Main

Schopenhauer und der „romantische“ Goethe

„Sonderführungen im Goethe-Museum und Goethehaus“ 2018

Schopenhauer und der „romantische“ Goethe

Goethes späte Äußerung „Das Klassische nenne ich das Gesunde, und das Romantische das Kranke“ im Gespräch mit Eckermann vom 2.4.1829 wird immer wieder wie ein Dogma zitiert, um alles angeblich Romantische abzuwerten und das Klassische – was immer das sein mag – als ein Ideal hervorzuheben. Die Sonderführungen des Jahres 2018 haben zum Ziel, das Romantische in seinen verschiedensten Ausprägungen als gemeinsamen Hintergrund sowohl für das Spätwerk Goethes wie auch das Hauptwerk des jungen Philosophen anhand von Beispielen aus der bildenden Kunst deutlich zu machen. Welche Affinitäten lassen die ganz unterschiedlichen, zum Teil überdeutlichen  Abgrenzungsversuche erkennen? Themen sind die romantische Naturphilosophie, die gemeinsame Verehrung der weltliterarischen Gestalten Shakespeare und Calderon, die Orientierung an einem Morgenland, das von Persien über Indien bis nach China reichte und die „romantische“ Musik-Begeisterung, die Schopenhauer im 3. Buch seines Hauptwerks „Die Welt als Wille und Vorstellung“ (1819) zum Ausdruck bringt und Goethe zu einer Tonlehre angeregt hat, die der „Farbenlehre“ an die Seite gestellt werden sollte.

6 Termine und Themen:

  • Die „naive“, „sentimentalische“ und „romantische“ Natur NEU 4.3.2018
  • Ansätze zu einer „Ästhetik des Häßlichen“ bei Goethe und Schopenhauer 15.4.2018
  • Shakespeare und Calderon als Weltliteraten und romantische Europäer 6.2018
  • Licht und Dunkel aus dem Nahen und dem Fernen Osten 16.9.2018
  • Allianzen und Fehden: Romantische Freunde und Feinde Goethes und Schopenhauers 14.10.2018
  • Klang- und Denkräume: Einblicke in das Herz der Dinge 16.12.2018

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